Sie haben das Ende des Internets erreicht

halt_fotoliaGestern recherchierte ich im Internet zu meinem Buchthema, folgte ein paar Links, die ich auf einer Webseite gefunden hatte – und ein Link war, so schien es auf den ersten Blick, ein „toter Link“. Es öffnete sich keine schicke, animierte Webseite mit vielen Informationen, Videos und allem, was internetaffine User nunmehr seit Jahren gewohnt sind (und stillschweigend erwarten). Statt dessen erschien ein unscheinbarer Text in einem bekannten Layout auf dem Bildschirm.

Erst beim zweiten Hingucken habe ich diese kreative Meisterleistung überhaupt „entdeckt“ und wieder einmal mehr den Beweis dafür gefunden, dass unser Gehirn ein durch und durch faules Organ ist und immer wieder dazu neigt, stupiden und einmal gelernten Mustern zu folgen. Das Muster hier: Ein Layout, das standardmäßig erscheint, wenn ein Link nicht mehr aktiv ist oder eine Webseite eingestellt wurde.

Mein Gehirn suggerierte mir: toter Link >> keine Info >> wegklicken.

Und gerade als ich diesem Impuls nachgeben wollte, habe ich eine Sekunde innegehalten und mir die Zeit genommen, den Text zu lesen.

UnbenanntDas Ende des Internets hatte ich in der Tat erreicht und es hat mich nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern in mir auch uneingeschränkte Bewunderung hervorgerufen für eine geniale Idee, einmal auf andere Art und Weise zu signalisieren, dass eine Webseite eingestellt wurde. Anstatt ins Leere zu laufen, bekommen wir hier die Botschaft mit, außerhalb des Internets nach Antworten und Lebenssinn zu suchen.

Clever gemacht!

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s