Scheitern ist nur ein Umweg zum Erfolg

Scheitern1Über Scheitern wird nicht gern geredet. Verständlich, denn wer möchte schon gern zugeben, einen Fehler gemacht zu haben? Scheitern in unserer Leistungsgesellschaft bedeutet nach wie vor, einen unglaublichen Makel mit sich und vor sich her zu tragen. Und es macht es nicht besser, dass grandiose Wirtschafts-Fehlschläge der letzten Jahre so oft ohne wirkliche Konsequenzen und Veränderungen zum Besseren blieben.

Mir schleicht sich der Eindruck auf, dass Scheitern im großen Stil als „Kollateralschaden“ gehandelt wird, während Mißerfolge auf persönlicher Basis und im Kleinen scheinbar nach wie vor unüberwindbare Hindernisse und ein gefühltes Totalversagen der ganzen Person nach sich ziehen.

In Deutschland messen wir Menschen am Erfolg – nicht am Handeln. Und bis jetzt haben wir es aus meiner Sicht versäumt, Scheitern als einen Umweg zum Erfolg zu deklarieren. Im Land der DIN-Norm ist ein Abweichen von eben dieser nach wie vor ein Problem. In unserer individualistisch geprägten Gesellschaft ist ein Scheitern gleichzusetzen mit einer Bedrohung des eigenen Selbstwertes.

Scheitern ist deswegen so unangenehm, weil es uns in ein Dilemma stürzt:

ScheiternDabei hat Scheitern – positiv betrachtet – eine unglaublich reinigende Wirkung. Wir stoßen an die Grenzen unseres Selbst, unseres momentanen Könnens, an Hürden eines – vielleicht nicht zu Ende gedachten – Projektes und wir sehen und erfahren: So, wie ursprünglich gedacht, geht es nicht weiter. Neben der Ent-Täuschung beinhaltet Scheitern daher auch ein hohes Maß an reflektierter Wirklichkeit, wenn wir lernen, mit dem Scheitern pro-aktiv und konstruktiv umzugehen.

Scheitern bringt uns dazu, unsere bisherigen Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen. Hinterfragen wir an dieser Stelle bewusst, entsteht eine innere Reibung. Unser Gehirn muss sich mit einer neuen, fremden Situation auseinander setzen und nach Lösungen suchen. Und genau an dieser Stelle entsteht Kreativität – und im besten Fall resultieren daraus Innovationen.

Scheitern ist gesund und aus evolutionärer Sicht elementarer Bestandteil der menschlichen Fortentwicklung.

Dieses Thema möchten wir vertiefen und für eine neue Fehlerkultur werben. Wir haben uns daher beworben, die „FailCon“ in Deutschland veranstalten zu dürfen. Die Failcon ist ein eintägiger Kongress, bei dem das Thema „(unternehmerisches) Scheitern“ in den Fokus von Diskussionen und Workshops gerückt wird.
Die Zusage, Vertreter der Failcon in Deutschland sein zu dürfen, haben wir. Damit wir den finalen Zuschlag aus den USA bekommen, brauchen wir insgesamt 400 Interessenten, die auf der Webseite http://germany.thefailcon.com/ ihre Interesse zeigen, dass das Format nach Deutschland / Bonn kommen kann.

Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie uns bei diesem ersten Etappen-Ziel der 400 Interessenten tatkräftig unterstützen durch Ihr Voting und die Weiterleitung der Webadresse an Freunde, Bekannte, Kollegen, Netzwerke etc. mit der Bitte um Unterstützung. Mit den eMail-Adressen werden wir nichts weiter tun. Sie dienen den Erfindern der FailCon in Kaliformien nur als Beleg dafür, dass wir in der Lage sind, eine entsprechende Anzahl von Interessenten für das Thema zu mobilisieren!

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