Der Status Quo ist eine gefährliche Komfortzone

Paradoxes HandelnImmer dann wenn unser Geschäft gut läuft und wir beruflich erfolgreich sind, können wir uns nur schwer vorstellen, dass es mal anders sein könnte. Die Wirtschaft ist allerdings so volatil geworden, dass ein Verharren im Status Quo echte Gefahren birgt. Wir könnten nämlich eine notwendige Richtungsänderung verpassen, Marktentwicklungen ignorieren, Rulebreaker belächeln oder Underdogs unterschätzen. Der Status Quo des Erfolgs verführt uns leicht und schnell zu Arroganz und Ignoranz. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass es keinen Trend gibt, der unaufhaltsam aufwärts geht.

Wir sollten es uns daher zur Gewohnheit machen, paradox zu agieren und immer genau dann pessimistisch und realistisch über die Zukunft nachdenken, wenn der Erfolg am größten ist. Befindet sich das Geschäft auf dem absteigenden Ast, fehlen nämlich im Regelfall die Kapazitäten und die hellen Köpfe, denn die sind vorher schon gegangen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.  In schlechten Zeiten, wenn das Geschäft oder der Job bedroht ist, ist der Stresslevel oft so hoch, dass Querdenken und Innovation zur echten Mühsal werden, denn der Kopf ist nicht frei.

In positiven Phasen schüttet unser Gehirn genügend Glückshormone aus, so dass wir kreativ sein können, genug kraftvolle und überschüssige Energie und meistens auch ausreichend Kapitalreserven haben, um uns mit Ängsten oder unangenehmen Konsequenzen auseinander zu setzen,  ohne dass wir es als bedrohlich empfinden.

Agieren wir paradox, sind wir unserer Zeit voraus. Im Schutz des Erfolgs können wir unsere Komfortzone verlassen und mit kühlem Kopf überlegen: „Was wäre, wenn sich der momentane Status Quo ins Negative verändert?“
So sind wir vorbereitet für den Fall, dass eine Krise kommt und können dann – anders als andere (Wettbewerber) – optimistisch und visionär in die Zukunft schauen.
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