PowerTipp zum Wochenende: Bäuche an die Macht!

BauchgefühlKennen Sie das? Sie lernen jemanden kennen, Ihnen wird ein Angebot gemacht oder Sie stehen morgens auf und ein ungutes Gefühl beschleicht Sie, Sie wissen aber nicht, woher es kommt?

„Ich denke, also bin ich“, sagte René Descartes vor rund 400 Jahren und sang damit ein Loblied auf unser rationales, kognitives Denken, das uns unmissverständlich vom Affen unterscheidet und unser Menschsein definiert. Unerklärliche Gefühle ignorieren wir daher sehr oft, weil wir sie durch (nach)denken nicht erklären können.

Allerdings kommen wir in unserer schnelllebigen Welt mit Kognition allein heute oft nicht mehr weiter. Denken erfordert Zeit, zum Nach-Denken brauchen wir Muße. Beides fehlt uns im hektischen Alltag immer häufiger. Und auch die Probleme, vor die wir in Zeiten der Veränderung und des Wandels gestellt werden, sind nur mit Rationalität nicht zu lösen. „Ich denke, also bin ich“ kann uns auf eine falsche Fährte locken.

Wir brauchen zusätzlich Kreativität und Kreativität ist nichts anderes als das Durchbrechen rationaler Gedankenprozesse. Sind wir kreativ, verleihen wir unserem Gehirn Flügel und bedienen uns einer natürlichen Fähigkeit, die uns seit Jahrmillionen angeboren ist, in der technologisierten Umwelt aber oft unterdrückt wird: Die Intuition – oder auch Bauchgefühl genannt. Intuition lässt sich nicht begründen. Wir wissen sehr oft nicht, welche Impulse z.B. ein ungutes Bauchgefühl hervorgerufen haben. Und weil wir es nicht wissen, also rational begründen und vor uns selbst oder anderen argumentativ vertreten können, ignorieren wir es häufig, weil es analytischen Fakten und Gegenargumenten im Regelfall nicht standhält.

Wie kann man das Bauchgefühl trainieren?

  • Lernen Sie, die eigenen Impulse und Gefühle bewusster wahrzunehmen.
  • Lernen Sie, mit allen Sinnen wahrzunehmen: sehen, riechen, schmecken, fühlen, hören.
  • Haben Sie den Mut, die Beziehung zu sich selbst und den Menschen und Dingen, die Sie umgeben, wieder aufzunehmen.
  • Haben Sie den Mut, Kontrolle und Planbarkeit aufzugeben, die Ihnen das kognitive Denken und das Abwägen von Pro und Contra suggerieren.
  • Lernen Sie auf die eigenen Erfahrungen zu vertrauen und ziehen Sie das eigene Wissen heran als Grundlage für eine Entscheidung in einer völlig neuen Situation. Folgen Sie dabei der Faustregel: „Halte dich an das, was du kennst und transferiere es auf neue Situationen.“ (Hier kommt dann übrigens auch die „Perfektions-Diät“ wieder ins Spiel.)
  • „Take the Best“: Ein einziger guter Grund reicht. Versuchen Sie nicht, alle Eventualitäten und jedes Hätte, Wenn und Aber zu durchleuchten. In manchen Situationen führt zu viel Wissen und zu viel Rationalität paradoxerweise zu falschen Entscheidungen.

Unser Bauchgefühl ist ein wichtiger Ratgeber und Richtungsweiser und eröffnet uns Handlungsspielräume, um Entscheidungen schneller und besser zu fällen.
Daher lautet unser PowerTipp zum Wochenende: „Ich höre auf meine innere Stimme und mein Bauchgefühl.“

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