Change – or die! | #Transformation | #VUCA

Ich bin seit fast 20 Jahren Unternehmerin – seit 1998, um genau zu sein. Das Internet steckte damals in den Kinderschuhen, Nokia stellte die non-plus-ultra Mobiltelefone her – die natürlich kaum mehr konnten als telefonieren, wir hatten ein Büro mit Angestellten, ein Faxgerät und Mailings verschickten wir mit der Post. Menschheitsgeschichtlich sind 20 Jahre ein Fliegenschiss. Technologisch haben wir in dieser Zeit Generationen zurück- und hinter uns gelassen.

Die Anpassungsleistung, die wir in unserer Agentur in den letzten 20 Jahren erbracht haben, ist phänomenal. Heute haben wir eine Büroadresse und ein Homeoffice. Unser Team arbeitet komplett dezentral – im Sauerland, im Saarland, im Ruhrgebiet oder in Bulgarien. Wir kommunizieren täglich – über Skype und Smartphones. Wir mailen – aber kaum noch per Post. Wir sind zeitlich, räumlich und örtlich flexibel durch unsere Tablets und Notebooks. Das Leben ist schön, oder?

Ja, ist es, wenn man weiß und gelernt hat, mit diesen Veränderungen umzugehen. Hinter uns liegt eine steile Lernkurve – vor uns aber auch. Denn dass, was wir an Veränderungen in den letzten Jahren vollzogen haben, haben die meisten Unternehmen noch vor sich.

Gerade heute war wieder ein Unternehmensgespräch bezeichnend. Unsere Ansprechpartnerin  schilderte uns das Chaos, mit dem sie jeden Tag umgehen muss. Ein Chaos, das vom Vorstand ausgeht, der ganz offensichtlich nicht in der Lage ist, seine Quartalsdenke abzulegen und tragfähige Geschäftskonzepte für die Zukunft zu entwickeln. Ein Unternehmen übrigens, das einstmals zu den erfolgreichsten Unternehmen Deutschlands gehörte und vor wenigen Jahren noch dicke Gewinne einfuhr.

Die Unfähigkeit der Unternehmensleitung, in die Zukunft zu denken und in der VUCA-Welt zu agieren, wirkt sich mittlerweile auf die Belegschaft aus. Die Motivation ist auf einem Tiefpunkt, unsere Ansprechpartnerin hochgradig frustriert. Sie kann in ihrem Bereich nichts mehr planen, hat kein Budget zur Verfügung und keinerlei Ahnung, wie es weiter gehen soll. Natürlich bleibt das nicht ohne Folgen. Weder für unsere Ansprechpartnerin, noch für das Unternehmen.

Geschichten wie diese hören wir mittlerweile täglich – in unterschiedlichen Varianten. Doch eines zieht sich durch: Diese Unternehmen versäumen Veränderungsprozesse zu steuern. Sie sind nicht in der Lage, sich an eine hoch volatile Wirtschaftswelt anzupassen – und sie sind nicht innovativ genug.

Wer es heute versäumt, sich flexibler und agiler aufzustellen, wer heute die Macht der Innovation unterschätzt, verliert. Denn wenn wir, als Unternehmer, nicht innovieren, machen es andere. Und die Welt ist groß, sie ist agil, sie ist flexibel – und sie ist global vernetzt.

Wir stellen uns seit einigen Jahren regelmäßig die Frage: „Was muss passieren, damit wir (als Agentur/als Arbeitsmarkt-Akteure) morgen überflüssig sind?“ Alternativ auch die Frage: „Wie wird es im Bereich XY vermutlich in 5-10 Jahren aussehen? Welche Treiber und Trends gibt es heute, die Einfluss haben könnten?“

Natürlich sind diese Fragen nicht angenehm und sie holen uns aus unserer Komfortzone. Aber sie sind wichtig – eben WEIL sie uns aus unserer Komfortzone holen und uns mit unserer eigenen unternehmerischen Sterblichkeit konfrontieren.

Aus unseren Überlegungen sind eine Handvoll Paradigmenwechsel entstanden:

  1. Es gibt heute keine erfolgreichen Wachstumsbranchen mehr.
  2. Es gibt heute nur noch Unternehmen, die erfolgreich Wachstumschancen nutzen.
  3. Der beste Weg für ein Unternehmen erfolgreich zu sein ist, seinen eigenen Erfolg zu kreieren.
  4. Grundlage dafür ist das Wissen darüber, was das eigene Unternehmen heute und in Zukunft erfolgreich macht.
  5. Langfristiger Unternehmenserfolg erfordert die Fähigkeit zu Agilität, Veränderung und Innovation.

Change – or die!

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Ein Kommentar

  1. Ja, ich kann den Inhalt des Artikels nur voll unterstützen. Er bringt gut auf den Punkt, was notwendig ist. Leider neigen wir Menschen dazu, an Dingen lange festzuhalten – oft zulange. Wenn wir uns darüber im Klaren sind, ist das vielleicht schon der erste Schritt in die richtige Richtung.
    Auch ich habe mein Business schon x-mal komplett umstellen müssen. Es ist immer mühsam, aber faszinierend, total belebend und es macht riesig Spaß. So habe ich jetzt das Onlinebusiness für mich entdeckt und wie ich meinen Kunden auf eine ganz neue Art meine Dienstleistungen präsentieren kann.

    Gefällt 1 Person

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