Flexibel bleiben auch bei Gegenwind – diese 5 Tipps helfen

Unsere VUCA gewordene Welt verlangt von uns Anpassung im Akkord. Dem Versprechen von Entlastung, menschenwürdigeren Arbeitsbedingungen und mehr Effektivität und Effizienz in einer technologisierten und digitalisierten Welt steht die Forderung nach uneingeschränkter Flexibilität gegenüber.  Doch wie flexibel können und müssen wir sein? Und worauf sollten wir achten? Diese 5 Tipps können helfen.

Flexibilität kommt aus dem lateinischen „flexibilis“ und lässt sich übersetzen mit biegsam, nachgebend, elastisch. Im 15. Jahrhundert wurde die Biegsamkeit, die der Übersetzung von Flexibilität zugrunde liegt, im englischen Wortschatz verglichen mit einem Baum, der sich im Wind biegt, aber immer wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückkehrt. Auf den Menschen übertragen, geht es daher bei der Flexibilität um eine „Dehnfähigkeit des Verhaltens“, das sich unterschiedlichen Situationen anpassen kann, jedoch nicht gebrochen wird.

Ein Anpassen an äußere Umstände, ein „Biegen mit dem Wind“ bedeutet in der ursprünglichen Definition nicht gleichzeitig auch die vollständige Entwurzelung, zu der sich heute viele Menschen gezwungen sehen, wenn von ihnen Flexibilität verlangt wird. Im Gegenteil: In der originären Bedeutung liegt dem Wort Flexibilität Beständigkeit zugrunde. Die Beständigkeit nämlich, in die ursprüngliche Form zurückkehren zu können und sich nur dann situativ biegen und anpassen zu müssen, wenn es erforderlich ist. Nicht jedoch generell, immer und unwiderruflich.

Flexibilität bekommt damit den Charakter einer meteorologischen Vorhersage: Ziehen Winde auf und wird das Klima rau, ist eine höhere Flexibilität von Nöten als bei Sonnenschein und Windstille.

Diese 5 Tipps können helfen, auch bei Gegenwind flexibel zu bleiben:

  1. Das Maß der eigenen Biegsamkeit (er)kennen: Ein maßloses Überspannen Ihrer Flexibilität führt zur Entwurzelung. Um dies zu verhindern, sollten Sie Ihre Elastizitätsgrenze achten und respektieren. Tun Sie das nicht, riskieren Sie – wie in der Physik auch – irreversible Spuren am Körper und am Material zu hinterlassen.
  2. Die Windstärke bestimmen: Nicht jede Situation erfordert das gleiche Maß an Flexibilität. Prüfen Sie daher die „Windstärke“ der Veränderungssituation und überlegen Sie, wie viel Biegsamkeit Sie aufbringen wollen oder müssen.
  3. Die Kraft des Windes nutzen – oder ihr trotzen? Wenn Sie die Windstärke bestimmt haben, überlegen Sie, ob Sie sich von der Kraft des Windes tragen lassen können oder ob es notwendig ist, dem Veränderungswind zu trotzen. Auch hier werden Sie je nach Situation, die Flexibilität erfordert, individuelle Entscheidungen treffen müssen.
  4. Wetterveränderungen als gegeben hinnehmen: Veränderungen passieren. Überall und immer wieder. Nur Sonnenschein und Windstille ist auf Dauer genauso schädlich wie Dauerregen und Orkanböen. Sehen Sie Flexibilität daher auch als eine Möglichkeit des Wachstums und der persönlichen Weiterentwicklung, ohne die Leben und Veränderungen nicht möglich wären.
  5. Vorkehrungen treffen: Wenn Sie das Maß Ihrer Biegsamkeit kennen, die Windstärke bestimmt haben und wissen, ob Sie die Kraft des Windes nutzen oder ihr trotzen wollen, treffen Sie Vorkehrungen, die der Flexibilität innewohnende Veränderung so achtsam wie möglich für sich selbst zu gestalten. Überlegen Sie, was Sie brauchen, um flexibel sein zu können, ohne zu brechen.

 

buchankundigung_dunkelblauer-hintergrund
>> Bestellung bei Amazon
Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s