Identitätsfindung 4.0 | #Arbeitsidentität40

Beschleunigung und Veränderungsprozesse dominieren die Arbeitswelt. Unternehmen werden zunehmend agiler – und das hat Auswirkungen auf jeden von uns. Teilzeit, Selbständigkeit, Arbeiten auf Abruf, Projektarbeit oder Freelance-Tätigkeiten nehmen schon seit Jahren zu. In der Folge verändern sich Arbeits- und Berufsidentitäten.

Während Karrieren früher eher linear (nach oben) verliefen, ähneln Karrieren heute immer öfter einer kurvenreichen Straße, die den Blick auf den Horizont verstellt. Patchwork-Karrieren nehmen zu. Und während man früher einen Job für’s Leben hatte, hat man heute eher ein Leben voller Jobs.

Die transparente Darstellung von Erfolgen, Titeln und Lorbeeren auf Facebook, XING oder LinkedIn führt zu einer globalen Vergleichbarkeit des „Human-Kapitals“, die es in dieser Form noch nie zuvor gegeben hat. In der Folge verändern sich die Anforderungen. Immer besser zu sein als die anderen wird zu einer Grundlage der eigenen „Performance“. Sehr schnell entsteht der Zwang, besser und schneller zu sein als „die anderen“, weil man fürchtet, sonst den Anschluss zu verlieren.

Wer in der heutigen Arbeitswelt erfolgreich bleiben will, muss mit Umbrüchen umgehen können. Wandlungsfähigkeit wird zur Tugend. Das ergab auch die Umfrage „HR Future-Trends 2016“. Unter den Top 5 der wichtigsten Zukunftskompetenzen wurden folgende Skills genannt:

Rang Kompetenz
1 Veränderungsbereitschaft (85,7 %)
2 Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen zu arbeiten (68,8 %)
3 Querdenken (67,5 %)
4 Geistige/mentale Flexibilität (61,0 %)
5  Interkulturelle Kompetenz (59,7 %)

Diese Kompetenzen sind eine direkte Antwort auf die momentane Veränderungsdynamik in der Wirtschafts- und Arbeitswelt.

Für alle am Arbeitsmarkt Teilhabenden bedeutet diese Veränderung auch eine immer währende Neusortierung von vorhandenen (und noch zu erlernenden) Kenntnissen, Fähig- und Fertigkeiten. Es wird immer wichtiger, die eigene Berufspersönlichkeit an sich permanent verändernde Business-Modelle anpassen zu können. Kenntnisse und Fertigkeiten, die sonst im Unternehmenskontext eine Rolle spielten, gelten immer öfter auch für das Individuum:

  • Innovations- und Ideenentwicklung:
    Wird zunehmend relevant, wenn es darum geht, die eigenen Fähigkeiten und Talente neu zu sortieren und an ein verändertes Arbeitsumfeld anzupassen.
  • Auftragsmarketing und Auftragsmanagement:
    Sind elementare Kenntnisse für alle, die nicht mehr in den Genuss einer Festanstellung kommen, sondern in Projekten, als Freelancer oder Solo-Unternehmer unterwegs sind oder sein müssen.
  • Globales Auftreten:
    Kunden „lauern“ heute überall. Erstellen Sie daher eine „Web-Vitrine“ mit Ihrem Portfolio, einer Webseite oder einem Blog und bedienen Sie Social Media-Kanäle
  • Sichtbarkeit und Visualisierung:
    Visualisieren Sie Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen, Kompetenzen – und  Ihre Glaubwürdigkeit. Diplome und Abschlüsse haben in einer globalen Welt oft nur lokale Werte. Sie müssen daher Ihr Gesamtportfolio darstellen, wenn auch Menschen aus Übersee verstehen sollen, wozu Sie im besten Sinne des Wortes fähig sind.


Niemand will einer Maske folgen, einen Gravatar einstellen oder ein Pseudonym beauftragen

Die Menschen wollen wissen, wer Sie sind, was Sie bisher getan haben, wie Sie kommunizieren, wie Sie zu „Ihren“ Themen stehen, was Sie bewegt und welche Geschichten Sie erzählen können. Liefern Sie Ihnen das, was sie brauchen und Sie brauchen sich um veränderte Arbeitsmärkte wenig sorgen.

 

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