4 Gründe, warum Gleich-Gültigkeit ganz stark im Trendkanal liegt

Teilnahmslosigkeit, gleichgültiges Verhalten, Desinteresse, inneres Unbeteiligtsein – so definiert der Duden Gleichgültigkeit. Doch das Wort ergibt eine völlig andere Bedeutung, wenn wir es an einer entscheidenden Stelle trennen und so aus der negativ konnotierten Gleichgültigkeit plötzlich die Gleich-Gültigkeit wird. Gleich-Gültigkeit liegt stark im Trendkanal. Warum? Dafür gibt es  4 Gründe.

  1. Die Gleich-Gültigkeit von Ideen ist in Kreativ- und Innovationsprozessen die wichtigste Fähigkeit, die von den Kreativ- und Innovationsteams erlernt werden und auf deren strikte Einhaltung jeder Moderator solcher Prozesse unbedingt bestehen muss. Werden Gleich-Gültigkeit und Anerkennung untergraben, werden Kreativ- und Innovationsprozesse im Keim erstickt.
  2. Die Gleich-Gültigkeit der Vielfalt ist elementare Voraussetzung dafür, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Geschlechts und Alters oder unterschiedlicher Glaubensrichtungen konfliktfrei und konstruktiv miteinander arbeiten und leben können.
  3. Die Gleich-Gültigkeit von Werten, Meinungen und Denkhaltungen ist die Grundlage dafür, dass wir eine unvoreingenommene, abgeklärte, annehmende und anerkennende Haltung einnehmen können. Das bedeutet nicht, dass wir dafür in eine wert-lose Haltung rutschen müssen. Wir behalten unsere Werte, Meinungen und Denkhaltungen bei, wir nehmen lediglich die Bewertung der anderen Werte, Meinungen und Denkhaltungen aus der Gleichung heraus. Eine werturteilsfreie Einstellung bereitet den Boden für gegenseitiges Vertrauen, einen dialogischen Austausch und faire Feedback-Prozesse.
  4. Die Gleich-Gültigkeit von Umsetzungs- und Lösungswegen ermöglicht in einer VUCA-Welt die Befreiung aus Dilemmata. Für viele Herausforderungen der Zukunft – zum Beispiel den demografischen Wandel – gibt es keine einheitlichen Lösungen, weil uns die Erfahrung fehlt, in alternden Gesellschaften zu leben. Auch die Umsetzung der Digitalisierung auf wenige mögliche Umsetzungs- und Lösungswege ist zu kurz gedacht, da die Lösung vermutlich in der Optionen-Vielfalt liegt. In dem Moment, wo wir zwischen mindestens zwei in gleicher Weise schwierigen, unangenehmen oder unkalkulierbaren Lösungen entscheiden müssen, geraten wir in ein Dilemma. Aus dieser Zwangslage können wir die Spannung nehmen, wenn wir lernen Mehrdeutigkeiten auszuhalten – uns also in Gleich-Gültigkeit zu schulen.

Üben wir eine Haltung der Gleich-Gültigkeit, reduzieren wir die Bewertungen anderer Denkhaltungen, Meinungen oder Ideen. In der Folge sind emotionale Überreaktionen nicht mehr zwingend notwendig.

Unstimmigkeiten können im Gedankenaustausch auf Augenhöhe beigelegt und Dilemmata entschärft werden.

In einer konfliktbeladenen Situation in einem Team oder einem Unternehmen reicht es manchmal schon, wenn nur eine Person zur Gleich-Gültigkeit aufruft, um einer Auseinandersetzung die Schärfe zu nehmen.

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