3 Handlungsfelder, um mit Technologiesprüngen umzugehen

Veränderung ist nichts Neues, doch die Änderungsraten der letzten Jahre sind exponentiell gestiegen, der Technologie sei Dank. Das digitale Zeitalter ist endogen – also ursächlich oder aus sich selbst heraus – innovativ. Dieser Prozess ist weder zu stoppen noch rückgängig zu machen. Umso wichtiger ist es für Unternehmenslenker und Führungskräfte, Wege und Handwerkszeug zu finden, mit diesen radikalen Veränderungsraten umzugehen. Hier sind drei Handlungsfelder, die sich zu betrachten lohnen.

Start-ups mit radikal neuen Geschäftsmodellen entstehen fast überall und branchenübergreifend. Der technologische Wandel fordert die Grenzen unserer Phantasie heraus und steigert gleichzeitig die Erwartungshaltung, was innovative Geschäftsmodelle angeht. Wenn alles möglich erscheint, muss schließlich auch alles möglich sein.

Doch diesem Ideal können wir uns nur dann in Baby-Schritten annähern, wenn wir in der Lage sind, das Wechselspiel aus Technologiesprüngen, exponentiellen Veränderungsraten und der Fähigkeit zur Innovation bestmöglich zu nutzen.

Unicorns

1. Technologie-Sprünge:

Künstliche Intelligenz, Robotik, 3D-Druck, Internet der Dinge oder Augmented Reality sind nur einige der aktuellen Technologie-Trends, die das Potenzial haben, disruptiv zu verändern. Und zwar nicht nur einzelne Unternehmen oder Branchen, sondern unser gesamtes Wirtschaftsleben, das soziale Zusammenleben und die Art und Weise, wie wir kommunizieren. Nehmen Sie eine längerfristige Perspektive ein und überlegen Sie, wie sich das Verhalten der Verbraucher verändert und vermutlich inspiriert werden wird von den zu erwartenden Technologien. Welche Mehrwerte können geschaffen werden und welche Mehrwerte passen zu Ihrer Unternehmensvision? Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welche Trends beeinflussen unser Unternehmen heute schon?
  • Welche Trends können wir aktiv mitgestalten und vorantreiben?
  • Welche Technologiesprünge können aus den Technologiesprüngen entstehen?
  • Macht es für unser Unternehmen ggf. Sinn, aktuelle Technologiesprünge zu ignorieren und schon zum nächsten Technologiesprung auszuholen?
  • Sind wir offen für derzeitige und zukünftige Technologie-Trends?

2. Veränderungsbereitschaft:

Anders als bei den Technologiesprüngen steht hier nicht die Technologie, sondern der Mensch im Mittelpunkt. Da wir Menschen nicht zu Veränderungen zwingen können, müssen wir Wege finden, sie für potenziell anstehende Veränderungen zu begeistern. Das bedeutet auch anzuerkennen, dass die permanenten Technologiesprünge in vielen Bereichen das Leben eines jeden einzelnen Menschen berühren, Komfortzonen verkleinern und Auswirkungen auf Dogmen, Rituale und Routinen haben. Das fühlt sich im ersten Schritt immer unangenehm an. Betrachten Sie daher die Technologie nicht nur durch die Linse der Technik, sondern unbedingt auch durch die Linse des Menschen. Hier spielt die Technikfolgeabschätzung eine große Rolle. Stellen Sie sich u.a. folgende Fragen:

  • Welche Auswirkung wird die Technologie XY auf den Menschen haben – positiv wie negativ?
  • Welche Bedürfnisse können durch die Technik geweckt oder gestillt werden?
  • Verbessert sich das Leben der Menschen durch die Technik XY tatsächlich? Wenn ja, wie und warum?
  • Benötigen wir parallel zur eingeführten Technik neue Werte, Gesetze, Routinen oder Organisationsstrukturen?
  • Wie ist es um die Veränderungsbereitschaft in unserem Unternehmen bestellt?


3. Innovationskultur:

Um mit den Technologiesprüngen mithalten zu können und ggf. selbst einmal Technologiesprünge zu initiieren, ist eine innovative und veränderungsfreundliche Unternehmenskultur ( = Moonshot-Kultur) notwendig. Das dritte Handlungsfeld konzentriert sich daher auf die Organisation selbst. Stellen Sie sich u.a. folgende Fragen:

  • Haben wir in unserer Organisation ein Innovationsökosystem geschaffen?
  • Wie gehen wir mit Fehlern um?
  • Nehmen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit – sprich: befähigen wir sie zu Kreativität, Innovationsdenken, kundenorientiertem Empathieverhalten und effektivem Prototyping?
  • Schulen wir unsere Führungskräfte so, dass sie mit Ideen, Kreativität und den daraus entstehenden möglichen Fehlern wertschätzend und wertschöpfend umgehen können?
  • Haben wir klare Werte, eine emotionale Vision und realistische Ziele als Basis für ein erfolgreiches Innovationsklima definiert?

Alle drei Handlungsfelder drehen sich wie Zahnräder um- und miteinander und sorgen auf diese Weise in einer agilen Organisation für dynamische, gleichmäßige Bewegungen und Weiterentwicklung.

Wenn nur eines der Zahnräder ins Stocken gerät oder vollends zum Stillstand kommt, ist die dynamische Anpassungsbewegung unterbrochen. Ähnlich wie bei einem Uhrwerk kommt es dann zum organisatorischen Stillstand.

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