5 Leadership-Kompetenzen in einer VUCA-Welt

Führungskräfte sind in der heutigen, von Veränderungen geprägten Arbeitswelt nicht nur steuernde Akteure und in ihrer „Leuchtturm-Funktion“ Wegweiser und Visionsgeber für Mitarbeitende, sondern gleichzeitig auch selbst „Betroffene“ eines oftmals radikalen Changes. Während sie also einerseits die Motivation und Kreativität der Mitarbeitenden im Veränderungs- und Innovationsprozess aufrecht erhalten müssen, kämpfen sie nicht selten gegen eigene Ängste, Unsicherheiten und erlernte Denk- und Verhaltensmuster, die einem reibungslosen Management von Instabilitäten im Weg stehen.

Autokraten sind out

Um die eigene Anpassungsfähigkeit an instabile VUCA-Welten zu stärken, bedarf es heute zusätzlicher Leadership-Kompetenzen. Der einsame Autokrat, der allein über das Wohl und Wehe einer Abteilung oder eines Unternehmens entscheidet, hat ausgedient. Um agiler und flexibler agieren zu können, stutzen Unternehmen Hierarchien, beseitigen schwerfällige und bürokratische Strukturen, fördern ein kommunikatives, teamorientiertes Arbeiten und verlangen einen integrativen Management-Stil.

Der Faktor „Macht“, der in der Position einer Führungskraft mitschwingt, ist immer weniger karriereförderlich in einem Umfeld, das zunehmend kooperativ und in Netzwerkstrukturen an aktuellen Problemlösungen arbeiten muss.

Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen

Die Karmasin Motivforschung aus Österreich stellte schon 2010 fest: Während in der Vergangenheit „Gewinnmaximierung“, „Stabilität“ und Festhalten an „Bewährtem“ zu den höchsten Werten zählte, sind heute Kreativität und Innovation gefragt sowie die Auseinandersetzung mit Kommunikation auf allen Ebenen.

Kooperativ, dialogorientiert und hierarchieunabhängig – das sind die neuen Attribute erfolgreicher Führungskräfte und damit auch erfolgreicher Unternehmen. Unternehmen profitieren von diesen neuen Führungskompetenzen gleich in mehrfacher Hinsicht.

Kooperative, dialogorientierte und hierarchieunabhängige Arbeitsumgebungen steigern die Motivation, fördern Handlungsfreiheit und Entwicklungspotenzial eines jeden einzelnen Mitarbeiters und sorgen im besten Fall für eine höhere Transparenz. In der Folge entsteht Vertrauen. Der gesamte „Führungs-Mix“ ist ein Nährboden für Innovation und Kreativität – elementare Kompetenzen für das Management von instabilen Arbeitsumgebungen.

Dieser neue Führungsstil stellt gleichzeitig jedoch ganz neue Anforderungen an jetzige und zukünftige Führungskräfte. Gebraucht werden Führungspersönlichkeiten, die mitdenken, mitgestalten und ihre Meinung deutlich äußern können, die Initiative ergreifen und neue Ideen haben. Gleichzeitig müssen sie in der Lage sein, kooperativ zu führen, verschiedene Meinungen unter Berücksichtigung interdisziplinär und multikulturell zusammengesetzter Teams zu akzeptieren und in einer einheitlichen Handlungsstrategie zu vereinen.

5 Leadership-Kompetenzen in VUCA-Welten

Hieraus ergeben sich fünf elementare Führungskompetenzen, die in VUCA-Welten hilfreich sind:

  1. Kooperations-Kompetenz: Führen auf Augenhöhe sowie das Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen holt Mitarbeitende ab und fördert die Mitbestimmung.
  2. Team- und Dialog-Kompetenz: Viele heutige und zukünftige Fragestellungen können nicht mehr im Alleingang gelöst und entschieden werden. Die Stärke der Vielfalt ist ein Erfolgsfaktor in VUCA-Welten. Vielfalt benötigt Teamorientierung, offenes Feedback, Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine auf Fairness basierte Kommunikationskultur.
  3. Technische Kompetenz: Der sichere Umgang mit modernen und Online-Kommunikationstechniken wird immer notwendiger, da der Trend zu virtueller Führung zunehmen wird. Gleichzeitig schadet es nicht, wenn Führungskräfte Interesse an Digitalisierung mitbringen, um mögliche Trends antizipieren zu können, die das eigene Unternehmen beeinflussen können.
  4. Visionäre Kompetenzen: In volatilen Business-Umgebungen, in denen Vorhersagen immer schwieriger zu treffen sind und Lernen aus der Vergangenheit nicht mehr zwingend funktioniert, müssen Führungskräfte in der Lage sein, Visionen zu kreieren, um den Mitarbeitenden emotionale Zukunftsbilder als Leitlinien in unsicheren Zeiten an die Hand zu geben. Story-Telling, Kreativität und Begeisterungsfähigkeit helfen dabei.
  5. Futability® = Zukunfts-Kompetenz: Persönliche und unternehmerische Veränderungsprozesse in einer volatilen Welt bewerkstelligen zu können und Anpassungskrisen bei sich selbst aber auch den Mitarbeitenden zu vermeiden, hilft, Instabilitäten zu managen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
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