[Futability®-Tipp] Umgang mit Lampenfieber | #Stress | #LampenFieberTipps

LampenfieberLampenfieber kennen wir alle in der einen oder anderen Ausprägung. Ob es das mulmige Gefühl vor einer Prüfung ist, ein Auftritt vor einer Gruppe, ein Bewerbungs- oder Beförderungsgespräch – immer dann, wenn es „um die Wurst geht“ und wir ein Ergebnis erreichen wollen oder müssen, können unsere Nerven verrückt spielen. Was beim Lampenfieber passiert und was man tun kann, sagt der heutige „Futability®-Tipp“.

Lampenfieber kann eine wichtige Funktion erfüllen, denn das bei Stress ausgestoßene Adrenalin sorgt für eine höhere Konzentration und klare Fokussierung auf die zu bewältigende Situation. Zu viel Stress und Adrenalin bewirken jedoch genau das Gegenteil und sorgen im schlimmsten Fall für einen mentalen Blackout.

Angst, Nervosität oder Aufregung versetzen im Gehirn die Amygdala in Stress. Sie ist gewissermaßen der „Türwächter“ für alle eigehenden Reize. Sie speichert Erinnerungen darüber ab, ob Situationen angenehm oder unangenehm (stressvoll) waren und spielt so eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren. Löst eine Situation bei uns Stress aus, signalisiert Amygdala: Gefahr im Anmarsch!
Diese Reaktion ist evolutionsgeschichtlich betrachtet eine, die das Überleben der Menschen gesichert hat. Unsere Vorfahren vor 40.000 Jahren haben tatsächlich tagtäglich gefährliche Situationen meistern müssen. Dass der Körper darauf mit erhöhter Adrenalinausschüttung reagierte, war notwendig, um Fluchtreaktionen auszulösen oder eine Kampfhaltung einzunehmen.

Heute sind die Situationen, denen wir die Stirn bieten, selten von solcher Dramatik gefärbt. Unsere körperlichen Reaktionen gleichen aber noch immer denen von vor 40.000 Jahren.

Befinden wir uns also in einer Situation, die bei uns Lampenfieber verursacht, befindet sich unser Körper neurobiologisch in einer Abwehrhaltung. In diesem Abwendungsmodus erleben wir ein deutliches Gefühl von Stress.

Anders sieht es aus, wenn wir einer Situation positiv entgegenblicken. Amygdala gerät nun nicht in Panik sondern signalisiert Entspannung. Unser Körper befindet sich im Annäherungsmodus. Das Annäherungssystem ist mit unserem inneren Belohnungssystem, dem Lustzentrum, verbunden. Dopamin wird ausgeschüttet, weil uns die kommende Veränderung motiviert und wir Lust haben, das Ziel der Veränderung zu erreichen. Wir werden also schon mit einem Lustgefühl belohnt, auch wenn wir das Ziel noch gar nicht erreicht haben. Und die zusätzliche Ausschüttung des Hormons Oxytocin hilft uns, das nötige Vertrauen aufzubauen, die Situation meistern zu können.

In „Lampenfieber-Situationen“ ist es daher wichtig, vom Abwendungs- wieder in den Annäherungsmodus zu finden. Das geschieht in drei Schritten:

  1. Annehmen:
    Wichtig ist, das Lampenfieber anzunehmen. Durch das Annehmen der Situation kappen wir den Stresslevel und schlagen den Weg zur Annäherung ein.
  2. Analysieren:
    Sinnvoll ist, sich zu überlegen, was genau jetzt wichtig ist, um mehr Vertrauen und Sicherheit in der Situation zu bekommen, die Lampenfieber verursacht. Welches Bedürfnis steckt hinter dem Lampenfieber und wie kann das Bedürfnis in der Situation – oder auch schon im Vorfeld – befriedigt werden?
  3. Handeln
    Hilfreich ist, ein mentales Video zu drehen, indem die Situation erfolgreich bis zum Ende durchgespielt wird. Wer regelmäßig unter Lampenfieber leidet, kann diesen Schritt auch schon im Vorfeld vornehmen, um sich schon im Vorfeld in eine positive Stimmung zu bringen und die Aufregung gar nicht erst eskalieren zu lassen.
    Zusätzlich ist es jetzt wichtig dafür zu sorgen, dass die analysierten Bedürfnisse umgesetzt werden, um der „Lampenfieber-Situation“ ihren Schrecken zu nehmen.

Dieser Tipp ist auch ein Beitrag zur „Blogparade gegen Lampenfieber und Prüfungsangst“.

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